Welche Hardware-Anforderungen hat Linux?

Wichtiger Hinweis! Dieser Artikel in seiner Ursprünglichen Form ist über zehn Jahre alt. Artikel über Hardware-Anforderungen (egal ob es um Linux geht) veralten immer am schnellsten 😉 Dieser Artikel wird demnächst neu überarbeitet.

Im großen und ganzen kann man als grobe allgemeine Aussage treffen:

Die minimalen Hardware-Anforderungen für Linux im Server-Bereich haben sich in den letzten Jahren nicht großartig geändert. Man kann durchaus noch einen kleinen Heimserver mit 20 GB Festplatte und 128MB RAM mit Linux betreiben, vorausgesetzt man hat solche antike Hardware noch irgendwo herumliegen. Ob das jedoch Sinnvoll ist muss jeder für sich selber abwegen.

Anders hingegen sind die Anforderungen im Desktop-Bereich, also mit heute selbstverständlicher grafischer Oberfläche. Als Faustregel gilt dass der Linux-Desktop (z.B. ein aktueller Ubuntu– oder OpenSuSE-Desktop) durch die Bank weniger Ressourcen benötigt als ein aktuelles Windows. In der Regel kann man davon ausgehen dass eine zwei bis drei Jahre alte PC-Hardware die für aktuelle Windows-Anforderungen nicht mehr genügt für ein Linux-Desktop System durchaus noch den Anforderungen genügt.

So viel zur allgemeinen Aussage.

Es kommt immer darauf an was man in der Linux-Welt machen will. Genau wie in der Windows-Welt. Wenn man aufwändige 3D Spiele mit OpenGL machen will braucht man bestimmt aktuellere Hardware. Fraglich jedoch ob wahre Gamer zu Linux wechseln würden. Reinen Gamern ist es letztendlich egal ob unter der Haube Windows oder Linux läuft. Hauptsache das Spiel läuft.

Für einen durchschnittlichen Anwender-PC mit Bürosoftware (z.B. LibreOffice oder OpenOffice) und Internet-Browser (z.B. Firefox oder Chrome) und kleinen Spielereien reicht in der Regel eine zwei bis fünf Jahre alte Hardware locker aus.

Für einen Entwickler-PC in der Regel auch. Es sei denn man macht viel mit Virtualisierung. Dann braucht’s in der Regen ein paar Gigabyte mehr an Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher.

Man kann heutzutage ganz einfach mit Live-CDs testen ob die Hardware für die Anforderungen genügt. Live-CDs sind CDs mit einem fertig auf CD installiertem und von CD bootbarem Linux-Desktop mit der man Linux ganz in ruhe testen kann. Man sollte sich dabei jedoch nicht von der Ladegeschwindigkeit täuschen lassen. Ein richtig auf Festplatte installiertes Linux-System fährt um längen schneller hoch als eines von CD.

Das reicht hoffentlich für den ersten Einblick in die Hardware-Anforderungen.

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