Was ist denn dieses Linux von dem so viele reden?

Was ist Linux

Linux ist ein freies, eigenständiges, kostenloses und quell-offenes Betriebssystem. Frei im Sinne von Freiheit und nicht im Sinne von “Freibier”. Das Frei steht für die Freiheit mit dem Quellcode des Betriebssystemes machen zu können was man will. Also auch beliebig weiter entwickeln oder an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Genau genommen ist Linux eigentlich „nur“ der Betriebssystem Kern, den Kernel. Ein Kernel ist das Herzstück eines Betriebssystems. Umgangssprachlich meinen viele wenn sie Linux sagen eine Distribution. Eine Distribution ist eine Zusammenstellung von Kernel, grafischer Oberfläche (X-Server, Desktop) und einer Auswahl an  Software (Programmen).

GNU Software Foundation und der Linux-Kernel

Zur gleichen Zeit gab es die GNU Software Foundation. Diese Gruppe programmierte freie Software für UNIX Betriebssysteme und war dabei einen eigenen freien Kernel zu entwickeln, den so genannten GNU-Hurd. Dieser war aber noch sehr experimentell und nicht zum Einsatz bereit.

Es war sehr nahe liegend dass sich Linus Torvalds und die GNU Software Foundation zusammenschlossen. So kam es dann zu GNU / Linux. Mehr dazu in der Entstehungsgeschichte.

Linux als Desktop-Betriebssystem

Linux als Desktop-BetriebssystemLinux als Desktop wird in den letzten Jahren immer beliebter. Als Arbeitsumgebung für den Endverbraucher oder in Büros und öffentlichen Einrichtungen wird Linux das „gewohnte Windows“ meiner Ansicht nach nicht ganz ersetzen. Es gibt einfach zu viele Windows-Abhängigkeiten. Das haben viele Test-Projekte gezeigt die nach einiger Zeit wieder auf Windows gewechselt sind. Das kann aber auch wiederum etwas gutes an sich haben. So bleibt es immer wieder etwas besonderes mit Linux-Desktop zu arbeiten.

Der Desktop-Bereich wird wohl auch die nächste Zeit noch bei den Freaks, Hackern und Hobby-Linuxern vorzufinden sein. Linux ist nach wie vor ein Betriebssystem von Profis für Profis. Man muss sich zwangsläufig intensiver damit auseinander setzen wenn man mehr machen will als nur die standardmäßig Installierte Software der jeweiligen Distribution zu nutzen. Da helfen grafische Tools nur bedingt weiter. Irgendwann kommt man an den Punkt an dem man an die Shell (Kommandozeile) “muss”. Spätestens da ist für den einfachen Anwender der sich nicht näher damit auseinandersetzen will oder kann Schluss. Früher oder später muss man sich dann mit dem eingemachten auseinander setzen. Wenn man mit Linux weiter kommen will. Oder man wechselt wieder zu Windows…

Das Server Betriebssystem

Linux als Server BetriebssystemLinux ist von der ersten Version an ein reines Netzwerk-Betriebssystem und daher ideal für den Server-Bereich. Sogar die grafische Oberfläche, der X-Server war von Anfang an schon Netzwerkfähig. Auf Linux-Systemen wird der X-Server über localhost auch über Netzwerk angesprochen. Windows war in den ersten Versionen lange Zeit ein reines Alleinstehendes System. Die Netzwerkfähigkeiten sind nach und nach hinzugekommen.

Die meisten Web-Hoster setzen Linux standardmäßig für Hosting in Verbindung mit PHP, MySQL und Apache oder nginx-Server ein.

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